Heute Spiel in St Anne's Bay, ein Nachbarschaftsmatch, nur 20 km Richtung Küste. Sechstes Inning, wir sind 3-1 hinten. Ich bin am ersten Mal Tilghman schlägt einen Bodenball in Richtung Kurzstop. Kurzstop Lipsey wirft zum zweiten Mal, wo Randy Brown den Ball erwartet, während ich schon kurz vor dem zweiten Mal bin und versuche hineinzurutschen. Ich pralle mit Brown zusammen , wir beide stürzen zu Boden, ich bin AUS und mein Ellenbogen schmerzt wie die Hölle.
Ich mußte raus aus den Spiel und sofort zum Doc. Er untersucht: dicke Schwellung,kein Bruch, eine Woche totale Ruhe, dann langsam belasten. Das Spiel haben wir übrigens 9-6 verloren.
Ok, jetzt bekommt Bramble die Chance auf die er gewartet hat. Unserere letzten 7 Spiele waren 2 (siege)-5 (niederlagen). Die Stimmung in der Mannschaft ist nicht die beste.
Heute abend hat Anne-Mary meinen Arm noch mit Pferdesalbe eingerieben, das hat gutgetan. Ob es aber hilft, das entscheiden die nächsten Tage.
Auf diesem Feld spielt und lebt Claude D. Uchek. Wann? Ende des 19. Jahrhunderts. Wo? In New America, einem phantastischen Inselstaat. Name? Uchek, Beruf? Ballspieler, Alter? in den Zwanzigern. Sein sportliches Schicksal wird geprägt von dem Baseball-Simulationsprogramm OOTP 11, sein menschliches, von ihm selbst, seinen Sternen und Klaus-Dieter Hucke.
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Sonntag, 27. Februar 2011
Mittwoch, 23. Februar 2011
11.) Claremont, Mai 10, 1890, Spaziergang mit Anne-Mary
Heute Spaziergang mit Anne-Mary.
Nach dem Spiel gegen Gorden Town Pumas (6-4 verloren), trafen wir uns und wanderten zusammen in der Umgebung von Claremont. Claremont ist ein kleines Städtchen von ca 5000 Einwohnern und ist am Fuße der Blauen Berge gelegen, die die ganze Insel in Ost-West Richtung durchziehen und uns im Norden vom Süden mit der Hauptstadt Liberty-Stadt trennen. Der eine Teil des Ortes liegt schon in den Hügeln , die dann weiter südwarts schnell zu recht steilen und hohen Bergen wachsen. Etwas südlich von Claremont waren die sogenannten Blauen Felsen, für die Claremont bekannt ist (und die unserer Ballspielmannschaft ihren Namen gaben). Es sind zwei kahle Felsbrocken, die sehr unvermittelt aus der grünen Hügellandschaft hervorbrechen. Sie scheinen wie ein Miniatur- Gebirge, von Riesenhand willkürlich dorthin gesetzt, als ein Vorspiel auf die wirklichen Blauen Berge, die nur 30 km entfernt sich bis zu 2000m emporschrauben, während die Blauen Felsen nur 50m hoch sind, aber dennoch eine abenteuerlichen Anblick boten und oft, je nach Lichtverhältnissen tatsächlich bläulich schimmerten.
Die nördliche Seite des Ortes öffnet sich aber zu einer Ebene , die sich bis zur Küste hinzieht. Dort in den riesigen Roggenfeldern begannen wir unseren Spaziergang. Wir sprachen vom Ballspiel. Sie fragte mich nach einigen Dingen. Von ihren Brüdern hatte sie wohl schon einiges gelernt, aber natürlich gab es auch Mißverständnisse. So fragte sie zum Beispiel: "C.D. du hast doch den einfachsten Job als Fänger. Alle anderen Feldspieler müssen laufen, du aber hockst nur das ganze Spiel hinter dem Schlagmann". Dabei sprach sie meinen Namen, C.D., mit einer sonderbaren Betonung aus, wie aus einer fremden Sprache, aber ich hatte keine Ahnung welcher. Aber die Art wie sie sprach war so reizvoll und ungewöhnlich, so das es mir schien als hätte ich gerade von ihr einen neuen Namen bekommen.
Ich erklärte ihr ein wenig von den Aufgaben des Fängers (es ist die wichtigste Position beim Ballspiel, außer der des Werfers) und zu meiner Überraschung schien sie aufrichtig interessiert. Einige Male fragte sie nach, wenn ich mich unklar ausdrückte.
Wir näherten uns wieder dem Ort und ließen die Roggenfelder hinter uns. Kurz vor dem Ort war der Friedhof, ich weiß gar nicht mehr wer von und beiden es vorschlug, aber wir machten noch einen Rundgang zwischen den Gräbern. Glaubt mir, in der kurzen Zeit auf dem Friedhof habe ich mehr von Anne Mary kennengelernt, als wenn wir vier Stunden in einer Tanzhalle zugebracht hätten. Man erfährt viel über das Leben eines Menschen, wenn man den Toten nahe ist. Anne-Mary begann von sich selbst zu erzählen. Ich hatte schon gewußt, daß sie nicht den den Rest ihres Lebens in einer Pension als Hausmädchen arbeiten wollte. Das war es was sie von Wilma, ihrer Kollegin unterschied. Anne-Mary hat einen sehr wachen Verstand, darüber bestand kein Zweifel, aber ihre konkreten Pläne überraschten mich dann doch sehr.Im Herbst wollte sie nach Liberty-Stadt gehen und anfangen an der medizinischen Schule zu studieren. Sie wollte Ärztin werden! Ich hatte gelesen, daß seit kurzem auch Frauen zum Medizinstudium zugelassen waren und sie hatte den Ehrgeiz und den Willen genau das zu tun. Das imponierte mir sehr. Ich konnte nur ahnen wie schwer das Studium überhaupt sein würde und wieviele Hindernisse sie als Frau zusätzlich noch überwinden mußte. Aber schon nach der kurzen Zeit in der ich sie kannte, hatte ich ein Bild von ungeheurer Zielstrebigkeit von ihr gewonnen und ich war überzeugt, daß sie ihr Ziel erreichen würde.
Etwas in Verlegenheit stürzte mich ihre Frage, was meine Zukunftpläne wären. Ich sagte ich wollte ein Meister meines Handwerks werden, ich wollte Fänger in der Seniorliga werden, vielleicht ein All-Stern (d.h. der beste Spieler auf meiner Position), vielleicht ein Meisterschaftsspieler. Sie schien etwas irritiert von meiner Antwort und fragte welchen richtigen Beruf ich denn ausüben wollte. Offenbar dachte sie, das Ballspiel sei eine nette Beschäftigung für Kinder, vielleicht noch für Jugendliche oder etwas kindische Erwachsene. Ich war anderer Meinung, aber in dieser Situation ließ ich ihre Meinung ohne Widerspruch stehen. Auch sie merkte den Zwiespalt und wechselte das Thema.
Sie erzählte von ihrer Familie, ihren Eltern und ihren Geschwistern. Ihre Eltern schienen brave Leute zu sein, die offenbar alles daransetzten den Traum ihrer Tochter, das Studium, zu finanzieren. Reich waren sie nicht, aber ganz arm das waren sie wohl auch nicht. Über meine Familie konnte ich nur wenig berichten. Meine Mutter war tot, dessen war ich mir sicher. Sie wollte nicht glauben, daß ich mich an nichts anderes erinnern konnte und fragte nach meiner Kinderzeit, Schule und Freunde. Aber meine Erinnerung fehlte, besser gesagt sie bestand aus Scherben die ich in meinen Kopf nicht mehr zusammenfügen konnte. Ich sprach Englisch und Deutsch und auch ein wenig Latein spukte durch mein Hirn, auf welcher Schule ich es gelernt hatte, wußte ich nicht. Das alles mußte Anne-Mary befremden, trotzdem ließ sie ihre Hand in meiner.
Jetzt war es Zeit nach Hause zurück zu kehren. Wir besprachen noch kurz wann wir uns das nächste Mal treffen könnten. Dann standen wir uns noch eine zeitlang schweigend gegenüber und sahen uns in die Augen. In ihren Augen sah ich mein eigenes Spiegelbild, aber es war klarer und anders als ich mich bisher selbst sah. Ich erblickte dort gewissermaßen einen neuen C.D.. Sich selbst in den Augen einer anderen wiederzuerkennen, daß erschütterte mich und bereitete mir gleichzeitig eine unendliche Freude, die weit über diesen Augenblick hinausragte. Zum Abschied sagte sie dann einen Satz, der mich lange begleitete . Ich war mir ungewiss was sie genau meinte. Ging es um mich als Ballspieler, oder um mich als Mensch? Oder um C.D. der Mann, der um seine Vergangenheit strugglte, der von einem Mädchen jetzt das Rätsel seines Lebens geschenkt bekam und gleichzeitig das Versprechen der Lösung dieses Rätsels. War meine Vergangenheit in Scherben, so könnte doch meine Zukunft eine ganze werden. So lautete ihr Versprechen. Das war die Sprache ihrer Augen. darüber sollte ich noch lange nachsinnen . Sie sagte den Satz:
C.D., du bist ein guter Ballspieler
Nach dem Spiel gegen Gorden Town Pumas (6-4 verloren), trafen wir uns und wanderten zusammen in der Umgebung von Claremont. Claremont ist ein kleines Städtchen von ca 5000 Einwohnern und ist am Fuße der Blauen Berge gelegen, die die ganze Insel in Ost-West Richtung durchziehen und uns im Norden vom Süden mit der Hauptstadt Liberty-Stadt trennen. Der eine Teil des Ortes liegt schon in den Hügeln , die dann weiter südwarts schnell zu recht steilen und hohen Bergen wachsen. Etwas südlich von Claremont waren die sogenannten Blauen Felsen, für die Claremont bekannt ist (und die unserer Ballspielmannschaft ihren Namen gaben). Es sind zwei kahle Felsbrocken, die sehr unvermittelt aus der grünen Hügellandschaft hervorbrechen. Sie scheinen wie ein Miniatur- Gebirge, von Riesenhand willkürlich dorthin gesetzt, als ein Vorspiel auf die wirklichen Blauen Berge, die nur 30 km entfernt sich bis zu 2000m emporschrauben, während die Blauen Felsen nur 50m hoch sind, aber dennoch eine abenteuerlichen Anblick boten und oft, je nach Lichtverhältnissen tatsächlich bläulich schimmerten.
Die nördliche Seite des Ortes öffnet sich aber zu einer Ebene , die sich bis zur Küste hinzieht. Dort in den riesigen Roggenfeldern begannen wir unseren Spaziergang. Wir sprachen vom Ballspiel. Sie fragte mich nach einigen Dingen. Von ihren Brüdern hatte sie wohl schon einiges gelernt, aber natürlich gab es auch Mißverständnisse. So fragte sie zum Beispiel: "C.D. du hast doch den einfachsten Job als Fänger. Alle anderen Feldspieler müssen laufen, du aber hockst nur das ganze Spiel hinter dem Schlagmann". Dabei sprach sie meinen Namen, C.D., mit einer sonderbaren Betonung aus, wie aus einer fremden Sprache, aber ich hatte keine Ahnung welcher. Aber die Art wie sie sprach war so reizvoll und ungewöhnlich, so das es mir schien als hätte ich gerade von ihr einen neuen Namen bekommen.
Ich erklärte ihr ein wenig von den Aufgaben des Fängers (es ist die wichtigste Position beim Ballspiel, außer der des Werfers) und zu meiner Überraschung schien sie aufrichtig interessiert. Einige Male fragte sie nach, wenn ich mich unklar ausdrückte.
Wir näherten uns wieder dem Ort und ließen die Roggenfelder hinter uns. Kurz vor dem Ort war der Friedhof, ich weiß gar nicht mehr wer von und beiden es vorschlug, aber wir machten noch einen Rundgang zwischen den Gräbern. Glaubt mir, in der kurzen Zeit auf dem Friedhof habe ich mehr von Anne Mary kennengelernt, als wenn wir vier Stunden in einer Tanzhalle zugebracht hätten. Man erfährt viel über das Leben eines Menschen, wenn man den Toten nahe ist. Anne-Mary begann von sich selbst zu erzählen. Ich hatte schon gewußt, daß sie nicht den den Rest ihres Lebens in einer Pension als Hausmädchen arbeiten wollte. Das war es was sie von Wilma, ihrer Kollegin unterschied. Anne-Mary hat einen sehr wachen Verstand, darüber bestand kein Zweifel, aber ihre konkreten Pläne überraschten mich dann doch sehr.Im Herbst wollte sie nach Liberty-Stadt gehen und anfangen an der medizinischen Schule zu studieren. Sie wollte Ärztin werden! Ich hatte gelesen, daß seit kurzem auch Frauen zum Medizinstudium zugelassen waren und sie hatte den Ehrgeiz und den Willen genau das zu tun. Das imponierte mir sehr. Ich konnte nur ahnen wie schwer das Studium überhaupt sein würde und wieviele Hindernisse sie als Frau zusätzlich noch überwinden mußte. Aber schon nach der kurzen Zeit in der ich sie kannte, hatte ich ein Bild von ungeheurer Zielstrebigkeit von ihr gewonnen und ich war überzeugt, daß sie ihr Ziel erreichen würde.
Etwas in Verlegenheit stürzte mich ihre Frage, was meine Zukunftpläne wären. Ich sagte ich wollte ein Meister meines Handwerks werden, ich wollte Fänger in der Seniorliga werden, vielleicht ein All-Stern (d.h. der beste Spieler auf meiner Position), vielleicht ein Meisterschaftsspieler. Sie schien etwas irritiert von meiner Antwort und fragte welchen richtigen Beruf ich denn ausüben wollte. Offenbar dachte sie, das Ballspiel sei eine nette Beschäftigung für Kinder, vielleicht noch für Jugendliche oder etwas kindische Erwachsene. Ich war anderer Meinung, aber in dieser Situation ließ ich ihre Meinung ohne Widerspruch stehen. Auch sie merkte den Zwiespalt und wechselte das Thema.
Sie erzählte von ihrer Familie, ihren Eltern und ihren Geschwistern. Ihre Eltern schienen brave Leute zu sein, die offenbar alles daransetzten den Traum ihrer Tochter, das Studium, zu finanzieren. Reich waren sie nicht, aber ganz arm das waren sie wohl auch nicht. Über meine Familie konnte ich nur wenig berichten. Meine Mutter war tot, dessen war ich mir sicher. Sie wollte nicht glauben, daß ich mich an nichts anderes erinnern konnte und fragte nach meiner Kinderzeit, Schule und Freunde. Aber meine Erinnerung fehlte, besser gesagt sie bestand aus Scherben die ich in meinen Kopf nicht mehr zusammenfügen konnte. Ich sprach Englisch und Deutsch und auch ein wenig Latein spukte durch mein Hirn, auf welcher Schule ich es gelernt hatte, wußte ich nicht. Das alles mußte Anne-Mary befremden, trotzdem ließ sie ihre Hand in meiner.
Jetzt war es Zeit nach Hause zurück zu kehren. Wir besprachen noch kurz wann wir uns das nächste Mal treffen könnten. Dann standen wir uns noch eine zeitlang schweigend gegenüber und sahen uns in die Augen. In ihren Augen sah ich mein eigenes Spiegelbild, aber es war klarer und anders als ich mich bisher selbst sah. Ich erblickte dort gewissermaßen einen neuen C.D.. Sich selbst in den Augen einer anderen wiederzuerkennen, daß erschütterte mich und bereitete mir gleichzeitig eine unendliche Freude, die weit über diesen Augenblick hinausragte. Zum Abschied sagte sie dann einen Satz, der mich lange begleitete . Ich war mir ungewiss was sie genau meinte. Ging es um mich als Ballspieler, oder um mich als Mensch? Oder um C.D. der Mann, der um seine Vergangenheit strugglte, der von einem Mädchen jetzt das Rätsel seines Lebens geschenkt bekam und gleichzeitig das Versprechen der Lösung dieses Rätsels. War meine Vergangenheit in Scherben, so könnte doch meine Zukunft eine ganze werden. So lautete ihr Versprechen. Das war die Sprache ihrer Augen. darüber sollte ich noch lange nachsinnen . Sie sagte den Satz:
C.D., du bist ein guter Ballspieler
Dienstag, 15. Februar 2011
8.) Claremont, April 17, 1890, "Nice or very nice"
Claremont, April 17, 1890, "Nice or very nice"
Bevor wir uns auf den Weg zu unserer ersten Auswärtsserie machen, gelang es mir kurz mit Anne-Mary zu sprechen. Ich fragte sie ob ihr das Spiel gestern gefallen hatte. Sie antwortete: "Es war nett" und wartete was ich weiter zu sagen hätte. Da hatte ich es! Sie benutze das englische Wort 'nice' und das ist wahrscheinlich das nichtssagenste der gesamten englischen Sprache. Mir Idiot fiel nichts mehr dazu ein. Sie drehte sich um und wollte weggehen, dann aber sah sie wohl ihren Fehler ein. Sie wandte sich erneut um und strahlte mich mit ihren großartigen Lächeln an und sagte:"Es war SEHR nett". Dieser Augenblick blieb in meinem Herzen eingebrannt für eine sehr lange Zeit. Ich fragte noch, ob ich ihr aus Yallah schreiben dürfte, sie lächelte noch immer und nickte und ging. Überflüssig zu sagen, daß ich für die nächsten Tage allerbester Laune war.
Bevor wir uns auf den Weg zu unserer ersten Auswärtsserie machen, gelang es mir kurz mit Anne-Mary zu sprechen. Ich fragte sie ob ihr das Spiel gestern gefallen hatte. Sie antwortete: "Es war nett" und wartete was ich weiter zu sagen hätte. Da hatte ich es! Sie benutze das englische Wort 'nice' und das ist wahrscheinlich das nichtssagenste der gesamten englischen Sprache. Mir Idiot fiel nichts mehr dazu ein. Sie drehte sich um und wollte weggehen, dann aber sah sie wohl ihren Fehler ein. Sie wandte sich erneut um und strahlte mich mit ihren großartigen Lächeln an und sagte:"Es war SEHR nett". Dieser Augenblick blieb in meinem Herzen eingebrannt für eine sehr lange Zeit. Ich fragte noch, ob ich ihr aus Yallah schreiben dürfte, sie lächelte noch immer und nickte und ging. Überflüssig zu sagen, daß ich für die nächsten Tage allerbester Laune war.
Dienstag, 8. Februar 2011
6.) Claremont, 6. April, Der Geist des Ballspiels
Claremont, 6. April, Der Geist des Ballspiels
"Der Kern des Balles ist hart. Er wird von zwei schneeweißen Lederteilen ummantelt, die ineinandergreifen und durch einen dicken knallroten Zwirn zusammengenäht sind. Mit diesem Zwirn hat es eine besondere Bewandtnis, denn durch seine Stärke verändert er die makellose Rundung des Balles. Der Werfer bekommt damit ein wunderbares Hilfsmittel. Zum Handwerk des Werfers, wenn er irgendeine Aussicht auf Erfolg haben will, gehört es den Ball bei seinem Wurf in eine bestimmte Drehung zu versetzen. Dazu greift er den Ball auf unterschiedlichen Weisen und versucht zusätzlich durch Drehung des Handgelenks oder des gesamten Arms den gewünschten Drall zu erzielen. Die rote Naht unterstützt ihn dabei und verstärkt die Drehung und dadurch die Flugbahn des Balles zum Schlagmann.
Die Gesetze der Physik werden ad absurdum geführt, wenn ein geworfener Ball auf scheinbar gerader Bahn fliegend, kurz bevor er den Schlagmann erreicht eine Kurve nach unten fliegt, als fiele er von einer Tischkante herunter. Oder aber, mit anderem Drall geworfen, biegt der Ball nach links oder rechts ab. All diese Techniken kombinert mit der Variationen der Ballgeschwindigkeit halten den Schlagmann in einem Zustand stetiger Ungewissheit.
Doch wehrlos ist der Schlagmann nicht, da doch die rote Naht des Balles auch ihm hilft. Denn jeder der verschiedenen Würfe läßt bei dem rotierenden Ball des Rote in einem anderen Muster flirren. Nun muß er erkennen - ist es der Kurver oder der Knöchler, der dort kommt und entsprechend reagieren. Aber, mein Gott, was heißt erkennen, was reagieren? 'Du mußt mit den Muskeln sehen' sagt ein Ballspiellehrer seinem Schüler.
Muß der Ball dem Schlagmann nicht wie ein riesiges, ein faustgroßes, Insekt erscheinen. Eines mit pulsiereden Adern, eben jenem flirrenden, roten Garn. Geboren aus der Hand des Werfers rast es mit irrwitziger Geschwindigkeit auf ihn zu und narrt ihn durch die so bösartig gebogene Flugbahn. um dann sein Sekundenleben mit einem dumpfen Plopp im Lederhandschuh des Fängers auszuhauchen. Dann kehrt der Ball zum Werfer zurück, ein lebloses Ding und der Kreislauf beginnt von Neuem. Ein mächtiges Ausholen des Werfers, dies blitzartige, rot-weiße Insektenleben startet, die pflichtgemäße Täuschung des Schlägers und dann sein unvermitteltes Begräbnis.
Doch der Schlagmann weiß sich zu wehren. er ist der unbarmherzige Feind dieses Tieres. Er versucht es mit seinem Schläger zu zerschmettern und sein Leben auszulöschen. Nicht selten gelingt das, weil zuweilen dem Werfer die Insektengeburt mißlingt und deshalb ein taubes, lebloses Geschoß dem Schlagmann ein leichtes Ziel bietet. Oder er weiß das Insektengeflimmer zu lesen und so den Plan des Werfers über den Haufen zu werfen und zu treffen. Trifft er dann, findet die Ausholbewegung des Schlägers den erhofften Widerstand jagt es ihm wohl ein Schaudern durch den Körper. Bei dem Zusammenstoss entsteht ein krachendes Geräusch, das alle, sowohl Zuschauer, wie auch Spieler, in einem winzigen Augenblick in einen Zustand der Bestürzung versetzt. Nun ist aus dem Insekt ein Dämon geworden. Ein Teil der Zuschauer versetzt diese Verwandlung ein helle Begeisterung, während der andere Teil, die Unterstützer des Werfers, große Besorgnis empfinden. Getroffen von dem Schläger prallt der Ball zurück ins Feld mit doppelter Geschwindigkeit, ein Dämon, der sich seinen Weg bahnt. Und es brechen Sekunden der Freiheit und der Anarchie an. Der wilde Dämon setzt alles in Bewegung. Die Feldspieler hasten ihm nach, die Läufer wagen es ihre sichere Heimstatt auf den Malen zu verlassen und ihrem eigentlichen Ziel entgegen zu eilen: dem Heimmal . Den Punkt einzuheimsen, den keiner ihnen mehr entreissen kann. Die Feldmannschaft jedoch sucht die Krise zu meistern. Ein Spieler rast dem freien Ball hinterher um ihn zu bändigen, während seine Kollegen ihre, durch viele Übungen geprobten, Positionen einnehmen, variierend je nach Spielsituation. Dort erwarten sie die Rückkehr des gebändigten Dämons aus dem Außenfeld. Um den kecken Läufer abzufangen, der glaubt die Freiheit des Augenblicks noch weiter nutzen zu können um seinem Ziel näherzurücken. Jetzt wird der gebändigte Dämon zur Waffe der Feld- und Werferpartei um den zu töten der sich unklug von seinem sicheren Mal gelöst hat. Er wendet sich also damit gegen seinen Erzeuger und schickt ihn ins Aus."
Nach diesem Satz schloß ich das Buch. Das Licht wird schlecht. Es ist Abend. Vielemale habe ich dieses Sätze bereits gelesen. Niemand anderes als James William kann das Ballspiel so beschreiben, daß es mir dermaßen naheging. Er ist unser Nationaldichter, er hat viel über das Ballspiel nachgedacht.
Morgen ist das zweite Spiel gegen St Anne's Bay, unsere nächsten Nachbarn, nur eine 20 Minuten Zugritt entfernt. Heute Mittag servierten Wilma und Anne-Mary wieder unser Essen. Dabei reichte Anne-Mary mir eine Schüssel. Als sie sie mir reichte hielt ich für einen längeren Augenblick ihre Hand. Sie zog die ihre ein wenig später weg als ich erwartete. Das gab mir neuen Mut. Später traf ich sie außerhalb der Pension und ich traute mir zu fragen, ob sie nicht zum nächsten Spiel kommen wolle.Ich hatte zwei freie Pässe. Sie erwiderte, daß ihr Kleiner Bruder Mikey ein großer Ballspiel-Anhänger sei. das mußte wohl bedeuten, daß ihr herzlich gleichgültig ist was im Ballpark passiert. Dennoch sie nahm die Pässe und versprach zu kommen.
Sonntag, 6. Februar 2011
5.) Claremont, 5. April, Saisoneröffnung, ein Feiertag
Claremont, 5. April, Saisoneröffnung
Die Saison begann gut für uns. Das Saisoneröffnungsspiel haben wir 10-1 gewonnen. 6 Läufe im ersten Inning. Die Stimmung war blendend, sie ist immer blendend am 1. April. Musikkapellen und Tanzgruppen, blaue Bänder, Ende des Winters, Begrüßung des Sommers, ein Feiertag für den ganzen Ort, für das ganze Land, für unser schönes Ballspiel-verrücktes Land.
Feiern ist nicht meine Sache, ich bin ein Arbeiter und Handwerker, aber auch ich freute mich auf einen Sommer des Ballspiels . Anne-Mary war nicht da. Ich suchte vor dem Spiel die Tribüne ab. Nichts. Dann entdeckte ich Wilma unter den Zuschauern, ich ging zu ihr und fragte ob Anne-Mary da ist.
"Ich weiß nicht" , das war die knappe Antwort und sie blickte dabei in die andere Richtung.
Lächerlich, nicht wahr? Wilma sah gut aus und schien daran gewohnt umschwärmt zu werden und war doch gekränkt, als ich sie nach einem anderen Mädchen fragte. Ihr Interesse an mir war sicher null, aber umso größer an eineigen anderen Jungs der Mannschaft.
Der Sieg war o.k., aber ich war dennoch enttäuscht. Noch stehen uns 129 Spiele bevor. Am zweiten Tag gab es eine Niederlage und Anne-Mary fehlte wieder. Die Enttäuschung setzte sich fort am dritten Tag. Gut, sie scheint zu denen zu gehören denen das Ballspiel herzlich gleichgültig ist. Ein irritierender Gedanke zuerst, aber je länger ich darüber nachdachte glaubte ich sie zu verstehen. es hatte wohl etwas mit Selbstbehauptung zu tun, anders zu sein als wie von einem erwartet wird. Wenn alle Ballspiel-Anhänger waren, zeugte es von einem starken Charakter sich dem zu widersetzen. Sie nahm schon einen großen Platz in meinen Gedanken ein. Einen zu großen! Ich musste mich selbst rügen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht ein einziges Wort mit ihr gesprochen.
Enttäuschung gehört zu Ballspiel und zum Ballspiel gehört auch Geduld. Wenn ich es schaffe nur bei zwei-drittel meiner Schläge ein Aus zu machen statt in drei-viertel werde ich ein berühmter Spieler und ein reicher Mann.
Der schmerzlichste Augenblick aber ist der des Verfehlens. Der Ball wird geworfen, Anspannung und Konzentration sind extrem. Dann erfolgt mit größter Kraft und Schnelligkeit der Schwung mit dem Knüppel. und ich verfehle. Die Kraft des Schwungs ins Leere wirft meine Körper halb um sich herum. Denn es fehlt der erhoffte Widerstand des Balles, der doch mit voller Kraft ins Feld und dort möglichst weit geschlagen werden sollte. Diese Sekunde ist angefüllt mit einem Übermaß an Gefühlen. Ärger über sich selbst, Scham des Versagens, Unfaßbarkeit des Mißlingens, Zorn auf den Werfer und Zorn auf die Unzuverlässigkeit meiner Augen und Muskeln.
Montag, 31. Januar 2011
2.) Gary Bunker erzählt und Thomas Coulson belehrt ihn
Claremont, New America, März 29, 1890
"Hab ich euch die Geschichte von unserer Kuh Lulu, die sich verlaufen hat, erzählt?" fragte Gary Bunker, unser Kurzstop mit seiner uns so wohlbekannt, begeisterten Stimme. Wir kannten die Geschichte, natürlich. Die kostbare Familienkuh war von der Weide verschwunden. Überall wurde gesucht Kinder , Onkel und Tanten waren beteiligt. Den ganzen Tag ging es so, dann halfen auch die Nachbarn bei der Suche. Das ganze Dorf wurde abgesucht , alle Wiesen , die Wälder in der Umgebung. Alles ohne Erfolg. Dann wurde es zu dunkel und alle gingen nach Hause, aber niemand konnte einschlafen denn Lulu war der einzige Besitz der Familie und allle müssten verhungern wenn Lulu weg war (was sicherlich stark übertrieben war, denn ein anderes Mal erzählte Gary, daß seine Familie 20 Stück Vieh gehabt hätten). Niemand konnte einschlafen und erst gegen morgen war alle erschöpft doch eingeschlummert. Dann hörten sie ein kräftiges Klopfen an der Tür, rannten zur Tür und entdeckten Lulu, die von selbst nach Hause gefunden hat, mit ihren Hörnern an die Tür geklopft und nun in ihren Stall gebracht werden wollte. Die ganze Familie jubelte, war erleichtert und wieder glücklich.
Gary war unerschöpflich was solcher Art Geschichten betraf. So saßen wir Ballspieler dann wieder beim Mittagessen in Speisesaal von Frau Bergs Pension an einem langen Tisch. Gary ein schmaler, schmächtiger Junge, er spielt Kurzstop, vielleicht 1.70 groß, er wurde eingerahmt von den beiden Werfern Tom Coulsen und David Clontz, beide rund 1.90m groß und beide sind nicht sehr schlank. Wie bei jedem Mittagessen redete und redete Gary. Er erzählte von Tante Pauli oder dem kleinen Bruder Skooter oder was auch immer.
An diesem Tag aber galt meine Aufmerksamkeit mehr Ann-Mary. Sie ist eine der beiden Hausmädchen von Frau Berg. Zusammen mit ihrer Kollegin Wilma war es ihre Aufgabe unser Essen aufzutragen und danach abzuräumen und überhaupt in der Küche zu arbeiten. Die beiden Hausmädchen brachten also Teller und Schüsseln aus der Küche, die am Ende des Raumes hinter einer Tür war. Wir waren schon zwei Wochen bei Frau Berg untergebracht und Anne-Mary war mir schon sehr bald aufgefallen. Und so war es auch heute so, daß jedesmal wenn sie aus der Küchentür kam, in meiner Brust ein kleiner Schlag war, ein überaus freudiger natürlich, und ich sie dann mit meinen Blicken verfolgte, wie sie dann irgendein Utensil auf den Tisch stellte, dann noch prüfend umherblickte ob noch etwas fehlte und dann wieder hinter der Tür in der Küche verschwand. Auch dann fühlte ich wieder einen Schlag, allerdings diesmal einen schmerzlichen.
Das Ganze wiederholte sich dann mehrmals während des Mittagsessen und lenkt auf eine angenehme und auch spannende Weise von dem meist eintönigen Essen, wie auch von Gary`s Geschichten ab. Meinen Mannschaftskameraden erzählte ich davon natürlich nichts. Erstens war es uns verboten mit dem Hausmädchen anzubandeln, bei Strafe des Rausschmisses; zweitens hätte ich sicher eine Anlaß zu einer Reihe grober Scherze gegeben, auf sie ich keine Lust hatte. So verfolgte ich sie im Geheimen mit meinen Blicken und war von ihrer ganzen Erscheinung fasziniert ohne im Einzelnem sagen zu können warum. Ich suchte dann manchmal den Blickkontakt mit ihr wie zufällig und spürt dann wieder jenen Schlag in meiner Brust, wenn ich meinte das ihr Blick ein Bruchteil länger an dem Meinigen haftete.
Währenddessen erzählte Gary unablässig. Er begleitete den Gang der Geschichten noch mit ausladenen Gesten, die Gabel in der einen Hand, das Messer in der anderen Hand. Auch vernachlässigte er sein Esssen dabei nicht, so daß zwischendurch der ein oder andere Satz in seinen Kaugeräuschen unterging. Das war überhaupt nicht schlimm, denn er schmückte seine Geschichten mit einer Vielzahl von aberwitzigen Details und Abschweifungen aus, so das der ein oder andere Verlust nicht ins Gewicht fiel.
Anne-Mary war nun sch vor einiger Zeit in der Küche verschwunden und ich wartete gespannt darauf, daß die Tür sich wieder rühren würde. Sie blieb aber geschlossen, offenbar hatten die Mädchen ihre Arbeit fürs erste erledigt und warteten darauf, daß wir Spieler unser Essen beendeten und Sie abräumen konnten.
"..und wißt ihr , was dann passiert ist? Kommt ihr drauf?", Gary`s heutige Geschichte steuerte auf ihren Höhepunkt zu. Dann wandte er sich mit aufgeregter Stimme an mich, der ihm gegenüber saß.
"Claude, du wirst es nicht glauben!", mit diesem Ausruf, streckte er mir seine Hand entgegen bis seine Gabel wenige Zentimeter vor meiner Nase war.
"Kannst du nicht endlich einmal deine Klappe halten, Gary ?" , das war Tom, Tom Coulsen, ein Werfer, sein Nebenmann, einer der paar Älteren in unserer Mannschaft, er ist 32. "Und laß C.D. ihn Ruhe, er ist genauso krank und müde von deinen ewigen Wuschelhundgeschichten (er benutze den Ausdruck shaggy dog tales, wie kann man ihn besser übersetzen?) wie wir alle. "
Ich war ebenso überrascht wie Gary. Meine Gedanken hatten an der Küchentür und an Anne-Mary gehangen. Niemand braucht mich mich in Schutz zu nehmen und ich wollte Tom etwas in dieser Richtung erwidern. Aber die richtigen Worte kamen mir nicht so schnell in den Sinn, eine alte Schwäche von mir. Gary war schneller und wollte etwas entgegnen, aber Tom war noch nicht zu Ende:
"Gary, liebst du Jesus?" - Schweigen - "Liebst du Jesus, Gary?"
"Was soll...? Na, klar... jeder liebt Jesus!
"Und weißt du was Jesus gesagt hat, Gary?"
"Was Jesus gesagt hat?....Der hat ne Menge gesagt..was soll das ga..."
"Jesus hat gesagt: 'das Himmelreich ist wie ein Dieb in der Nacht. Es kommt in dem Augenblick in dem du es am wenigsten erwartest.'
"Ja und, Tom?"
"Gary, du bist ein lausiger Ballspieler und weißt du warum?"
Bevor Gary etwas entgegnen konnte, beantwortete sich Tom seine Frage selbst:
"Weil du nicht wachsam bist, deshalb bist du ein lausiger Ballspieler. Ein Dieb könnte dir dein Unterhemd klauen während du es anhast und der liebe Gott könnte hinter deinem Rücken das Paradies aufbauen und du würdest es nicht merken."
Tom holte Luft:
"Beim Ballspiel genauso! Du bist auf dem Feld, stehst da auf deiner Kurzstop-Position. Und der Ball geht hin und her: Werfer, Fänger, Werfer, Fänger und nocheinmal und noch einmnal, und langsam kriecht die Langeweile an dir hoch. Und du guckst zu den Wolken am Himmel, siehst wie die Fahnen lustig im Wind flattern oder da in den Zuschauern steht ein hübsches Mädchen oder irgendein Idiot ruft dir ne Gemeinheit zu. Du stehts da und das alles schwirrt in deinem Kopf herum und du strickst schon an der nächsten Geschichte, die du uns auftischen wirst.
Aber dann plötzlich! In dem Augenblick, wo du ganz weit weg bist und sich tausend Dinge in deinem Kopfe drehen, das Krachen, der Schlag und du erschrickst und das kleine weiße Punkt wird rasend schnell und Wolken, Fähnchen und Mädchen fliegen aus deinem Hirn, aber zu langsam! Der Ball ist doch schon da! Ja, und er rutscht unter deinem Handschuh durch und rollt ins Außenfeld, in das Gelobte Land!
Und die anderen, sie jagen ein, zwei Läufer um die Male herum, sie jagen zum Heimmal, hinein ins Himmelreich mit zwei leuchtenden Punkten in der Nacht des Lebens , 2-0. Wo bleiben wir denn, Gary? Wir bleiben hier in diesem Fegefeuer von Claremont, Blaue Junior Liga Gruppe Nord. Wenn du ein Ballspieler werden willst, Gary Bunker, ein richtiger Ballspieler, dann darfst du nur an zwei Dinge denken, denk nur an den Ball und den lieben Gott, das reicht!"
"Also, mein lieber Klugscheißer, Herr Thomas Coulson, wenn du so genau weißt was ein richtiger Ballspieler ist. Wie kommt es, daß du noch hier bist in diesem verfluchten Claremont spielst und nicht in Liberty (das ist New Amerikas Hauptstadt) mit Sektglas in der Hand?"
"Weil Thomas Coulsons Zeug (engl. stuff ist die allgemeine Qualität des Werfens) nicht gut genug ist. Sein Schnellball ist nicht schnell genug und sein Kurvenball kurvt nicht genug." dachte ich. Aber es hatte keinen Sinn ihm das jetzt zu sagen. Das Spiel wird es ihm zeigen. Vielleicht wird Tom bald hinabsteigen von dem, was er als Fegefeuer bezeichnet, hinab in die Hölle. Die Hölle ist der Ort , an dem es kein Ballspiel mehr gibt für ihn. Irgendwann wird unser Manager John ihn beiseite nehmen und ihn fragen, ob er Pläne für sein Leben hat. Das ist das Urteil und die Strafe. Aber was weiß ich. "Beim Ballspiel weiß man niemals nichts", hat ein alter Mann mal gesagt.
Noch zwei Tage bis zur Saison-Eröffnung.
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